textelle InfoLetter Mai 2003 Schwerpunktthema: Mit Lust und Laune gute Texte schreiben!
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textelle InfoLetter Mai 2003

Informationen, Tipps, Links, Hintergründe zu Text und Kommunikation

Herausgeberin: Susanne Ackstaller

ISSN (eMail): 1618-8632
ISSN (Archiv): 1618-8640

Eine Publikation von http://www.textelle.de
Texte, die für Ihr Unternehmen sprechen

Inhalt:

  1. SCHWERPUNKT:
    Mit Lust und Laune gute Texte schreiben!
  2. KURZ VORGESTELLT:
    Wolf Schneider:
    Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß.
  3. INTERNET AT ITS BEST:
    Linktipp
  4. IMPRESSUM


1. SCHWERPUNKT:

Mit Lust und Laune gute Texte schreiben!

Schreiben muss jeder. Wenigstens ab und zu. Mal einen Geschäftsbrief, mal das Protokoll zu einem Meeting oder auch einen Artikel für die Hauszeitung. Um das Schreiben von Texten kommt also keiner herum - und wenn es denn schon sein muss: Warum nicht Texte schreiben, die Lesespaß bereiten?

Wenn Sie den textelle InfoLetter schon länger beziehen oder ausgiebig im Archiv geschmöckert haben, wird Ihnen vielleicht so manches schon bekannt sein, denn: Die Grundregeln guter Texte gelten - mit kleinen Abweichnungen - so ziemlich für jedes Medium:

  • Schreiben Sie gesprochene Sprache! Vielen Menschen fällt es leicht, sich mündlich prägnant und verständlich auszudrücken. Müssen sie denselben Sachverhalt zu Papier bringen, geraten sie plötzlich "ins Stottern". Hilfreich: Den Satz erstmal "wie gesprochen" formulieren und dann aufschreiben.

  • Kurz und unkompliziert - das gilt sowohl für die Wortwahl als auch den Satzbau. Lange Wörter signalisieren mehr Leseaufwand und schrecken deswegen ab: Wählen Sie also lieber das "Thema" als "Thematik" oder "Themenkreis". Wortkombinationen unterteilen Sie am Besten mit einem Bindestrich.

    Dasselbe gilt für Sätze, wobei hier die Betonung nicht unbedingt auf kurz, aber auf unkompliziert anstatt verschachtelt liegt. Der Leser sollte idealerweise jeden Satz auf Anhieb verstehen, nicht erst nach mehrmaliger Wiederholung. Den klassischen Rat zu kurzen Sätzen möchte ich Ihnen nur eingeschränkt geben, denn wie schnell wirkt ein solcher Text abgehackt. Besser und lebendiger wirkt der Wechsel zwischen kurz und lang.

  • Eine Faustregel lautet: 2/3 Drittel aktiver Wortschatz (der Wortschatz, den Sie schriftlich oder mündlich aktiv anwenden), 1/3 passiver Wortschatz (der Wortschatz, den Sie nicht anwenden, aber verstehen). Durch diesen Mix bleibt Ihr Text verständlich, authentisch und ungekünstelt (aktiver Wortschatz), ohne langweilig und abgegriffen zu wirken (passiver Wortschatz).

  • Verben statt Substantive! Endungen auf "-ung" wirken schnell steif und bürokratisch, besonders wenn sie gehäuft auftreten. Dabei lassen sie sich meistens ganz leicht dadurch vermeiden, dass man den Satz mit Verb und aktivisch formuliert: Statt "Die Beendigung der Sitzung ist für 16 Uhr angesetzt." besser "Um 16 Uhr werden wir die Sitzung beenden."

  • Sprache - ob geschrieben oder gesprochen - lebt von der Abwechslung. Das gilt auch für die Satzzeichen. Wieso muss es immer der Punkt sein - wieso nicht mal das Ausrufezeichen! Oder der Semikolon (Strichpunkt) für weichere Übergänge. Mein "Liebling" ist ohnehin der Gedankenstrich, verleiht er doch dem nachfolgenden Satz(teil) mehr Nachdruck.

  • Zum Schluss noch ein Klassiker: Hauptsachen in Hauptsätze, Nebensächliches in Nebensätze! Überlegen Sie also, bevor Sie einen Haupt- und Nebensatz formulieren: Was ist die zentrale Aussage und was ist Beiwerk. Damit es Ihnen nicht so geht, wie in Wolf Schneiders "Deutsch für Profis" zitiert: "Der Bundeskanzler, der morgen seinen Rücktritt erklären will, ging heute zum Friseur." (Deutsch für Profis, Seite 89) ... ;-)


2. KURZ VORGESTELLT:

Wolf Schneider:
Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß.

Seinen Bestseller "Deutsch für Profis" hatte ich bereits im textelle InfoLetter vom November 2002 (http://www.textelle.de/11-2002.html) vorgestellt; "Deutsch fürs Leben" ist nun mehr das Konzentrat daraus für all diejenigen, die nicht professionell, aber trotzdem guten Stil schreiben wollen.

"Seine jüngste Stilkunde konnte er aus der Sicherheit heraus schreiben, nicht mehr viel begründen zu müssen. Schneider verdichtete seine Lehre auf 50 Regeln. "Schlichte Wörter wählen", "Verben hofieren" oder "Hauptsätze ausreizen" lauten die Ratschläge, die er mit Beispielen aus Prosa und Lyrik belegt." (Quelle: Amazon-Rezension)

Sehr erfreulich im Übrigen auch der niedrige Preis von nur 5 Euro!

Wolf Schneider:
Deutsch fürs Leben. Was die Schule zu lehren vergaß.
Rowohlt 2002

Bei Amazon auf
http://www.amazon.de


3. INTERNET AT ITS BEST:

Linktipp

Tipps, Tipps, Tipps! Und zwar alle praxiserprobt und rund um's Onlinemarketing auf http://www.online-marketing-praxis.de!


5. IMPRESSUM:

Susanne Ackstaller
textelle
Freisinger Straße 2
85414 Kirchdorf

Der nächste textelle InfoLetter erscheint Mitte Juni 2003.

Selbstverständlich freue ich mich über Ihre Anregungen, Feedback und Kommentare an feedback@textelle.de.

Wenn Sie den textelle InfoLetter weiterempfehlen möchten - nur zu! Ihre Freunde und Geschäftspartner können sich mit einer leeren Mail an infoletter-abo@textelle.de in den Verteiler eintragen.

Einen schönen Frühsommer wünscht Ihnen

Susanne Ackstaller


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