textelle InfoLetter Februar 2003 Schwerpunktthema: Mit Corporate Wording zu mehr Unternehmensprofil
textelle Texte, die fuer Ihr Unternehmen sprechen
Leistungen
Infoletter
Profil
Referenzen
Kontakt
Impressum



textelle InfoLetter
textelle InfoLetter Februar 2003

Informationen, Tipps, Links, Hintergründe zu Text und Kommunikation

Herausgeberin: Susanne Ackstaller

ISSN (eMail): 1618-8632
ISSN (Archiv): 1618-8640

Eine Publikation von http://www.textelle.de
Texte, die für Ihr Unternehmen sprechen

Inhalt:

  1. SCHWERPUNKT:
    Mit Corporate Wording zu mehr Unternehmensprofil
  2. KURZ VORGESTELLT:
    Dieter Herbst: Corporate Identity
    Hans-Peter Förster: Corporate Wording®.
    Das Strategiebuch. Für Entscheider und Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation.
  3. INTERNET AT ITS BEST:
    Linktipp
  4. IMPRESSUM


1. SCHWERPUNKT:

Mit Corporate Wording zu mehr Unternehmensprofil

Corporate Wording? Nie gehört, meinen Sie? Gut möglich, denn anders als das Corporate Design führt Corporate Wording bei vielen Firmen nach wie vor ein eher stiefmütterliches Dasein. Zu Unrecht, denn gerade die Sprache prägt Unternehmenskultur und -identität ganz wesentlich.

Zur Begriffsklärung: Corporate Wording ist die definierte und bewusst eingesetzte Sprachwelt eines Unternehmens - von der (Nicht-)Verwendung bestimmter Wörter über Unternehmensterminologie bis hin zur Tonalität und zum Stil von Texten, sei es bei der Geschäftskorrespondenz, in Unternehmensbroschüren oder anderen Publikationen. Damit leistet Corporate Wording einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, wie Unternehmen von Geschäftspartnern, Kunden, Interessenten oder auch Aktionären und Investoren wahrgenommen werden.

Nicht zuletzt trägt Corporate Wording zum ganzheitlichen Erscheinungsbild eines Unternehmens bei und wird damit zu einem wesentlichen Erfolgkriterium: Denn in Märkten, in denen sich die Produktnutzen selbst immer stärker angleichen, wird die klar erkennbare und prägnante Positionierung von Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Und: In Zeiten von Unternehmensfusionen steht die Zusammenführung verschiedener Sprachwelten auch für deren Integrationskraft.

Auf den Punkt gebracht: Unternehmenssprache muss einerseits durchgängiger und konsequenter werden, anderseits lebendiger und persönlicher, um beim Leser den richtigen Nerv zu treffen.

Erster Schritt auf dem Weg zum Corporate Wording ist eine einheitliche Terminologie. Die Schreibweisen von unternehmenstypischen Vokabeln müssen geklärt und festgeschrieben werden: Firmennamen auch oder keinesfalls in Großbuchstaben? Mit oder auch ohne Unternehmensform (GmbH, AG, etc.)? In Verbindungen mit Bindestrich gekoppelt oder ohne (z. B.: "Firmenname-Mitarbeiter" oder "Firmenname Mitarbeiter")? Dasselbe gilt für Produktnamen, Fachwörter und andere firmenspezifische Bezeichnungen, über die es im Übrigen durchaus mal nachzudenken lohnt: So benannte eine Versicherungsgruppe den "Besucherausweis" in "Gästekarte" um (Quelle: H.-P. Förster) - hat das nicht gleich einen ganz anderen Klang? Am besten eignet sich für diese Festlegung ein "Unternehmenswörterbuch". Der Vorteil: Die schriftliche Fixierung gibt unternehmensweit und für alle Publikationen ein verbindliches und nachvollziehbares Regelwerk an die Hand.

Eigentlich selbstverständlich: Alle (!) Texte müssen denselben Qualitätsstandards genügen. Ein holpriges Anschreiben wertet die gelungene Produktbroschüre ab, das beste Webdesign wirkt nicht, wenn der Webtext nicht überzeugt oder einfach aus Printpublikationen übernommen wurde. Und Texte voller Rechtschreib- und Grammatikfehler führen möglicherweise zu unliebsamen Rückschlüssen auf die Qualität der sonstigen unternehmerischen Leistungen. Der Qualitätsmaßstab gilt im Übrigen auch für die interne Kommunikation: Denn nur da, wo Unternehmenkultur in all ihren Facetten durchgängig gelebt wird, wird sie auch als glaubwürdig empfunden.

Bürokratendeutsch ist out! Es bleibt rätselhaft, warum gerade der täglichen Geschäftskorrespondenz so wenig Beachtung geschenkt wird. Da wird steif formuliert und "Bezug genommen", "man erlaubt sich" und "teilt mit" - als wäre die persönliche, menschliche Ansprache ein Frevel. Formulieren Sie lebendig und ohne Floskeln - für Geschäftsbriefe, die ankommen!

Tonalität und Sprachstil: Lebendigkeit und Menschlichkeit sind hier die wesentlichen Knackpunkte - bitte nicht verwechseln mit flapsiger Werbesprache. Im Gegenteil: Ein konservatives Versicherungsunternehmen oder Bankhaus kann sich hier ebenso verwirklichen wie ein innovatives Unternehmen der Medienbranche. Denn gerade auch das ist Corporate Wording und führt zum Erfolg: das Unternehmen in seiner Eigenart einzufangen und sprachlich wiederzugeben.


2. KURZ VORGESTELLT:

Dieter Herbst:
Corporate Identity

Wer sich erstmal grundsätzlich in das Thema CI einlesen möchte, findet bei Dieter Herbst eine handliche Einführung. Der Leser erfährt verständlich und praxisnah aufbereitet Grundlegendes zur Corporate Identity sowie zum Aufbau und zur Entwicklung einer prägnanten Unternehmensidentität und eines stimmigen Leitbilds.

Dieter Herbst:
Corporate Identity
Cornelsen Lehrbuch 1998

Bei Amazon auf
http://www.amazon.de

Für alle, die neugierig auf mehr und besseres Corporate Wording geworden sind, gibt es eigentlich nur eine Wahl:

Hans-Peter Förster:
Corporate Wording®.
Das Strategiebuch. Für Entscheider und Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation.

Der PR Guide urteilt: "Förster verfolgt ein Ziel, das jeder ernst nehmen sollte, der im PR-Bereich tätig ist. Er will im Umgang mit der Sprache gegen Einfallslosigkeit, umständliche Verkünstelungen und ödes Floskelgemenge sensibilisieren. So erhalten PR-Verantwortliche wertvolle Tipps, wie sie Schritt für Schritt eine Sprachkultur in ihrer Organisation etablieren oder ausbauen können und wie sie in Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen Stilrichtlinien, Korrespondenz-Empfehlungen, Wörterbücher und Formulierungshilfen für die eigene Organisation erarbeiten können. Lohnend sind dabei die zahlreichen Fallbeispiele und Checklisten."

Hans-Peter Förster:
Corporate Wording ®.
Das Strategiebuch. Für Entscheider und Verantwortliche in der Unternehmenskommunikation.
Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2001

Bei Amazon momentan nur gebraucht vorbestellbar:
http://www.amazon.de


3. INTERNET AT ITS BEST:

Linktipp

Vorsicht! Nomen est Omen!

http://www.vorsicht-starke-worte.de!


5. IMPRESSUM:

Susanne Ackstaller
textelle
Freisinger Straße 2
85414 Kirchdorf

Der nächste textelle InfoLetter erscheint Mitte März 2003.

Selbstverständlich freue ich mich über Ihre Anregungen, Feedback und Kommentare an feedback@textelle.de.

Wenn Sie den textelle InfoLetter weiterempfehlen möchten - nur zu! Ihre Freunde und Geschäftspartner können sich mit einer leeren Mail an infoletter-abo@textelle.de in den Verteiler eintragen.

Warme Vor-Frühlingstage wünscht Ihnen

Susanne Ackstaller


Weiter mit:
2004: 01/04  |  02/04  |  03/04
2003: 01/03  |  02/03  |  03/03  |  04/03  |  05/03  |  06/03
07/03  |  08/03
2002: 01/02  |  02/02  |  03/02  |  04/02  |  05/02  |  06/02
07/02  |  08/02  |  09/02  |  10/02  |  11/02  |  12/02
2001: 08/01  |  09/01  |  10/01  |  11/01  |  12/01
Zum Archiv


© 2001-2008 textelle · Susanne Ackstaller · 85414 Kirchdorf